Green Ecolution bei nordisch.digital und FutureTec 2026
Auf der nordisch.digital in Flensburg haben wir Green Ecolution zweimal vorgestellt, in drei Minuten bei 3 Minutes to Match und ausführlich beim TechSnack an der Hochschule. Eine Woche später ging es zur FutureTec nach Hamburg.
Cedrik Hoffmann
CEO & Lead Developer
4 Minuten Lesezeit

Zwischen dem 30. September und dem 8. Oktober waren wir an drei Tagen unterwegs. Auf der nordisch.digital in Flensburg konnte ich Green Ecolution einmal kurz und einmal ausführlich vorstellen, mit dem ganzen Weg vom Forschungsprojekt bis in die Wirtschaft. Auf der FutureTec in Hamburg standen danach die Gespräche im Mittelpunkt.
nordisch.digital in Flensburg
Die nordisch.digital ist das Netzwerktreffen für Digitalisierung in und um Flensburg. Getragen wird sie von einem großen Kreis an Partnern, darunter lisezwei, die Hochschule Flensburg und die Smarte Grenzregion. Der erste Tag lief am 30. September in der lisezwei, am 1. Oktober ging es an der Hochschule weiter. Für uns war das ein Heimspiel, denn die Hochschule und die Smarte Grenzregion begleiten Green Ecolution seit den Anfängen.
Gäste der nordisch.digital im Gespräch in der lisezwei
Drei Minuten in der lisezwei
In der lisezwei gab es mit 3 Minutes to Match ein neues Format. Alle Ausstellenden hatten drei Minuten, um sich vorzustellen. Im Publikum saßen Unternehmen, Studierende, Lehrkräfte und andere Interessierte, also Leute, die ganz unterschiedlich auf ein Projekt wie unseres schauen.
Für Architektur und Messreihen reichen drei Minuten nicht, für die Grundidee schon. Viele Städte gießen ihre Bäume heute nach Erfahrung, ohne zu wissen, welcher Baum gerade Wasser braucht. Green Ecolution misst die Bodenfeuchte mit Sensoren, zeigt den Zustand der Bäume auf einer Karte und plant daraus die Route für die nächste Gießtour. In Flensburg liegen die ersten Sensoren seit Mai im Boden.
Cedrik Hoffmann stellt bei 3 Minutes to Match vor, wie Green Ecolution aus Messwerten eine Gießroute durch Flensburg plant
Zum Abschluss des Tages gab es im Saal das KI Music Battle mit Johannes Ripken vom DiWiSH und Christoph, angekündigt als „The Revenge!“. Vorbereitet wurde es schon am Vormittag. In seiner Session „KI = Echt? Emotional? Erfolgreich?“ hat Johannes eine KI live die Voting-App für das Battle entwickeln lassen.
Johannes und Christoph beim KI Music Battle im Saal der lisezwei, auf der Leinwand der Prompt für den KI-Musikgenerator
TechSnack an der Hochschule
Am zweiten Tag zog die nordisch.digital an die Hochschule Flensburg um, also dorthin, wo Green Ecolution angefangen hat. Der TechSnack stand unter dem Motto „Leben mit und trotz digitaler Technologien“ und setzte auf kurze Impulse und Diskussion statt klassischer Vorträge. In meinem halbstündigen Slot habe ich unter dem Titel „Green Ecolution: Vom Forschungsprojekt in die Praxis“ den ganzen Weg erzählt, von der Idee über das Forschungsprojekt bis zur Weiterführung in der Wirtschaft.
Die Idee kam aus der Smarten Grenzregion. Stadtbäume sollten nach Bedarf gegossen werden statt nach festem Turnus. 2024 haben neun Studierende im Master Angewandte Informatik daraus ein Forschungsprojekt gemacht. Entstanden sind ein eigener Sensor, der Bodenfeuchte und Saugspannung in drei Tiefen misst und per LoRaWAN funkt, und eine Plattform, die daraus den Bewässerungsbedarf auf einer Karte zeigt und die Route für die Gießfahrt berechnet. Im April 2025 war das Projekt abgeschlossen. Die Software lief und war Open Source, offen war nur, wie es weitergeht.
Cedrik Hoffmann erklärt beim TechSnack, wie Green Ecolution den Bewässerungsbedarf auf einer Karte zeigt
Die Antwort kam im Herbst 2025 mit dem Landesprogramm Offene Innovation. Gemeinsam mit der Stadt Flensburg und der Smarten Grenzregion hat PROGEEK das Konzept vor der Jury vorgestellt, und Green Ecolution wurde eines von 17 Vorhaben, die aus 61 Einreichungen eine Finanzierung bekommen haben. Seitdem ist die Stadt Trägerin, PROGEEK entwickelt und betreibt die Plattform, und das TBZ setzt sie im Alltag ein.
Auf dem Weg in die Praxis hat sich einiges geändert. Statt des Eigenbaus aus der Forschung liegt heute ein Serienmodell mit eigener Firmware im Boden. Es misst nur in zwei Tiefen, ist dafür aber für ein ganzes Stadtgebiet bezahlbar. Mit den Einbauten kamen neue Fragen. An zwei Standorten kam kein LoRaWAN-Signal an, und derselbe Messwert bedeutet je nach Boden etwas anderes. Um die Bodenart zu bestimmen, nutzen wir einen Test aus der Küche. Boden kommt mit Wasser in ein Glas und wird geschüttelt. Nach ein paar Stunden haben sich Sand, Schluff und Ton in Schichten abgesetzt, aus deren Dicke sich die Anteile ergeben. Die Anwendung bestimmt daraus die Bodenart nach der bodenkundlichen Kartieranleitung.
Gespräche auf der FutureTec
Am 8. Oktober waren wir auf der FutureTec im Hamburger Volksparkstadion, einer Messe rund um Digitalisierung, Cloud, IT-Sicherheit und KI. Dort haben wir viele Gespräche geführt, über Green Ecolution und über die Themen, um die es auf der Messe ging.
Begrüßung zur FutureTec 2026 im Volksparkstadion Hamburg, auf der Bühne ein humanoider Roboter
Green Ecolution ist Open Source. Der Code liegt vollständig auf GitHub, und jede Kommune kann die Plattform übernehmen und an die eigenen Abläufe anpassen. In solchen Gesprächen müssen wir deshalb nichts zurückhalten. Wer wissen will, wie wir die Sensordaten verarbeiten oder wie die Routenplanung funktioniert, bekommt eine ehrliche Antwort und auf Wunsch den Link zum Code.
Danke nach Flensburg und Hamburg
Danke an die Partner der nordisch.digital, die mit dem Unternehmenstag in der lisezwei und dem Campustag an der Hochschule zwei ganz unterschiedliche Tage auf die Beine gestellt haben. Und danke an alle, die wir in Flensburg und Hamburg kennengelernt haben.
Wenn ihr mehr über Green Ecolution erfahren oder die Plattform in eurer Kommune einsetzen wollt, schreibt uns über die Kontaktseite. Ausprobieren lässt sie sich in der Demo, der Code liegt offen auf GitHub.
Green Ecolution gewinnt den Sonderpreis Green Coding